Drehleiern

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Entwicklungsgeschichte der Instrumente

Die Drehleier ist das einzige Streichinstrument, bei dem die Saiten von einem Endlosbogen, mittels einer Kurbel, angestrichen werden.

Erste Abbildungen von dem Instrument gibt es aus dem 11. Jahrhundert. Sie stammen aus Santiago de Compostela in Spanien.

Zur damaligen Zeit wurde die heutige Radgeige, damals Organistrum genannt, von Benediktiner Mönchen eingesetzt um deren klösterliche Gesänge zu begleiten, da Orgeln zu der Zeit kaum verbreitet waren. Das Organistrum war die erste Version der Drehleier. Sie war ein großes Instrument, welches von zwei Personen gespielt wurde. Eine Person drehte am Rad und die andere Person spielte die Melodie und gab den Ton an.

Im Laufe der Zeit entwickelte sich dieses Instrument sehr stark. Es verkleinerte sich, sodass eine Person ausreichte, um es zu spielen. Ab dem 13. Jhd. war es eher rechteckig, kastenförmig. Es nahm Einzug in viele verschiedene Länder, wo Instrumentenbauer es individuell aufbauten. Es wurde mit Anzahl und Beschaffenheit der Rhythmus-, Melodie-, Resonanz- und Bordunesaiten geforscht und mit Holzarten, Mensuren und Verzierungen experimentiert. Die Radgeige wird auch genannt: lira korbowa (pl), draailier (nl), hurdy-gurdy (en), vielle à roue (fr), vevlira (swe), zanfona (esp), ghironda (it), viela de roda (bra), шарманка (ru).

Das Instrument hat eine bewegte Geschichte: Im Mittelalter hat es der Kirchenmusik gedient und ist dann allmählich zum Bettler- und Invalideninstrument verkommen. Im 17. Jhd. wird es nur noch als Tanzmusik in der Volksmusik verwendet. Hohes Ansehen erlangt es wiederum im 18. Jhd. in der französischen Aristokratie, um aber nach der Französischen Revolution wieder als Instrument für Bettler und Kranke degradiert zu werden.

Heutzutage findet die Radgeige unter anderem in der traditionellen Musik, der Alten Musik, im Jazz, Industrial, in der Rockmusik und in der Neuen Musik Anklang.

Aufbau unserer Drehleiern

Unsere Leiern haben jeweils vier verschiedene Saitengruppen und damit 15 Saiten insgesamt.

Melodiesaiten, die über eine Klaviatur verkürzt werden

Bordunsaiten, die auf konstanter Höhe mitschwingen

Schnarrsaiten zum Erzeugen von Rhythmus

Resonanzsaiten, die dem Klang mehr Tiefe verleihen



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