Wie das alles anfing


„Ein Schiff, das im Hafen liegt, ist sicher.
Aber dafür sind Schiffe nicht gebaut.“

(William Shed)


Wie fing denn das nun alles an? Ich hole mal etwas weiter aus und versuche, unsere Geschichte grob zu umreißen:

Wir beiden haben uns in der Ergotherapieausbildung 2007 in Lippoldsberg bei Göttingen kennengelernt. Nach einem Jahr guter Freundschaft waren wir ein Paar und auch schon recht bunt unterwegs:

2008 mit selbst bemaltem Golf
Schokoladensaite

Wir haben mitten im Wald auf einem Klinikgelände gelebt und genossen die Natur im Weserbergland. Ohne Fernseher, wenig Internet, einem Klinikfestnetzanschluss und kaum Handyempfang hatten wir viel Ruhe und Zeit, um kreativ zu sein und gemeinsam das Leben auf unsere Art zu feiern.

Im anschließendem gemeinsamen Studium der Ergotherapie in den Niederlanden flatterte dank meines (Karos) Bruders schon die erste Idee vom alternativen Wohnen zu uns: eine Jurte! Wir waren sehr inspiriert, besonders von der Seite von Claudius Kern. Darin wollten wir gerne später leben! Letztendlich hat es uns dann aber an Hamburgs Grenze in eine ganz normale 38m² große Wohnung verschlagen. Einige Umzüge, Arbeitsstellen, Wander- oder Trampurlaube und eine Hochzeit später haben wir die schlummernde Jurtenidee wieder ausgegraben.

 

38m², mit Einkaufswagen befahrbar
Ostsee 2013

Inspiriert und tief bewegt waren wir durch das Buch “Tiny Homes” von Lloyd Kahn und von der Buchreihe “Anastasia. Die klingenden Zedern Russlands” von Wladimir Megre. Wir haben die Jurtenidee weiterentwickelt und sie in einen größeren Plan eingebettet: wir wollten auf einem schönen Stück Land, genannt Familienlandsitz, in einer entsprechenden Siedlung in schöner Landschaft leben, uns weitestgehend selbst versorgen, uns selbst ein rundes Lehmhaus bauen. Warum? Weil wir die Erde und ihre Natur lieben, ihr näher sein und im Einklag mit ihr leben möchten, ihr und uns etwas Gutes tun wollen, unserer Natur wieder näher kommen wollen…

So landeten wir schließlich im Sommer 2016 in Lammas, einer schönen und absolut sehenswerten Ökosiedlung in West-Wales, und haben einen “Strohballenlehmhausbaukurs” bei Cassie und Nigel besucht! Und so landeten wir schließlich auch im Sommer 2017 in Polen (Lukas Heimatland) und fühlten uns in entstehende Familienlandsitzsiedlungen und Landsitze und deren gastfreundlichen und liebevollen Bewohnern rein, mit der Idee, dorthin auszuwandern. Einiges sprach für diese Idee, und tatsächlich fanden wir wie geführt nahe der ukrainischen Grenze Land, Ort und Menschen, um eine Siedlung zu gründen. Wir waren über Monate Feuer und Flamme für diesen Plan! Wir haben auch schon ein Modell aus Ton und Holz für unser Lehmhaus gebaut:

Modell im Maßstab 1:18
So sieht es ohne reziprokes Dach aus.

Wenn es dich interessiert, wie wir momentan zur Anastasia-Bewegung stehen, schreib uns doch gerne – dann können wir da separat drüber schreiben.

Doch es taten sich immer mehr Gründe auf, die deutlich dagegen sprachen. Am Fluss San in Przemyśl entstand der neue Plan: wir brauchen einen Zwischenschritt, die Gründung einer Siedlung und Landsitz mit allem drumherum ist zu früh für uns: Dieser Zwischenschritt ist eine große Reise mit einem großen Gefährt mit Platz für Kinder! Menschen und Orte wollen wir kennenlernen, die bereits nah mit der Natur zusammenleben, mit- und voneinander lernen (z.B. auch Permakultur, unschooling, Hausbau), frei sein von (klassischer) Arbeit und uns materiell reduzieren, während dessen kreativ sein – zum Beispiel mit unseren Drehleiern, Yoga machen, vielleicht auch andere Menschen inspirieren. Wollen wir uns zeitlich festlegen, wie lange diese Reise dauern soll? Nein! Wir wollen das bewusst offen halten, und wenn wir viel Genuss am Reisen finden, dann reisen wir eben lange :-).

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