Liebe Leser und Leserinnen,

viele von Euch haben unseren Weg mitverfolgt und wissen, dass wir unseren Hektar Land seit Langem (2016) suchen, um ein kleines Paradies für uns, für die Erde und letztendlich alle Wesen dieser Welt zu schaffen. Nach einigen Umwegen ist es nun soweit: wir haben ihn tatsächlich gefunden! Wir sind sehr glücklich und freuen uns so auf alle Schritte, die uns diesem schönen Stückchen Land und dem Leben auf ihm näher bringen.

Er ist in Nordpolen (ehemals Hinterpommern), ein Teil einer neu entstehenden Natursiedlung (zum Teil bestehend aus Familienlandsitzen) und eingebettet in eine hügelige Seenlandschaft, umgeben von weiteren Natursiedlungen. Wir bereiten uns neben unseren Elternrollen auf das Leben dort vor: gärtnern (erstes Gemüse haben wir bereits gegessen), sensen und dengeln, nähen, weben und stricken, Beschäftigen mit naturnahen Wohnformen wie Strohballenhaus, Jurte oder OwnHome, Polnisch lernen (Lukas spricht ja bereits fließend), Sauerteigbrot selber backen, Drehleierbau erlernen, Mitwirken beim Aufbau einer alternativen Schulform und vieles mehr.

Die neu entstehende Siedlung ist für alle Siedler offen, die in Richtung Einklang mit der Natur gehen, trotzdem hier die Frage: Was ist eine Familienlandsitzsiedlung (FLSS)?

„FLSS setzen sich aus Landsitzen von einem Hektar Größe zusammen, die von jeweils einer Familie bewohnt und bewirtschaftet werden. Das Land wird zum Großteil mit Bäumen bepflanzt. Es werden Hecken und Teiche angelegt, sodass naturnahe und vielfältige Biotope entstehen. Die Landsitze erfüllen eine Vielzahl an Bedürfnissen der Familien: Sie bieten Wohn- und Lebensraum, gesunde Lebensmittel und sinnerfüllte Arbeit.“ (Kirsch, S. 49, 2012)

Durch eine FLSS lassen sich ökologische und gesellschaftliche Probleme lösen. Es werden Wälder gepflanzt, kleine Teiche angelegt und die Häuser stehen ganz in der Nähe von Gemüsegärten. Geschlossene Stoffkreisläufe und Erzeugung von Lebensmitteln fördern den gesunden Ablauf des Naturhaushalts.

„Eine Familie die einen Familienlandsitz anlegt, hinterlässt ihren Nachkommen einen paradiesischen Garten, der auf Jahrhunderte die Grundbedürfnisse der Menschen sichern kann.“ (Kirsch, S. 47, 2012)

Es ist allgemein bekannt, dass die gegenwärtige Lebensform der Menschheit gravierende ökologische Auswirkungen hat, die nicht dauerhaft tragbar sind. Wir ändern unsere Richtung mehr und mehr zu einem naturnahen und nachhaltigen Leben und möchten Dich als Freund einladen, uns dabei zu helfen. Wie diese Unterstützung aussehen kann, erfährst Du HIER. Wir sind Pioniere, die viel investieren, aber auch den Weg für Familien erleichtern, die eine ähnliche Vision realisieren möchten.

Es folgen schöne Impressionen unserer Siedlungslandschaft. Ein Bild ist dabei von unserem Lernort.

Mögen sich auch Deine Wünsche zum Wohle Aller erfüllen,

Luleika

Siedlungssee der Gemeinschaft
Unser Stück Land Blick nach Norden
Unser Stück Land mit Blick nach Westen
Blick auf die Gemschaftsgebäude
Unser Stück Land mit Blick nach Süden
Ein Lernort auch für Menschen außerhalb unserer Siedlung

Quelle:

Kirsch, Laura. (2012). Bachelorthesis: Familienlandsitz-Siedlungen als Nachhaltigkeitskonzept – eine Betrachtung der Bereiche Landwirtschaft und Stoffkreisläufe. HNE Eberswalde. Hochschule für nachhaltige Entwicklung (FH)

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